Ruhestand? Von wegen!

Wissenschaftlich bewiesen: Bewegung ist gut für die grauen Zellen!

Kreuzworträtsel halten den Kopf fit? Da hat Martina Kleinpeter, zertifizierte Gedächtnistrainierin, so ihre Zweifel: „Meist wird beim Rätseln nur Altbekanntes abgefragt“, erklärt sie, „das ist dann wie bei einem Beamten, der Formulare ausfüllt.“ Viel wichtiger für die geistige Fitness ist aber: immer wieder Neues angehen! Seit über 30 Jahren beschäftigt sich Martina Kleinpeter damit, wie man das Gehirn am besten in Schwung hält. Schon als Kind hat sie gern geknobelt und Alltagsgegenstände zerlegt –„nicht um sie wieder zusammenzubauen, sondern um zu gucken: Wie funktioniert das?“ Schuld daran, dass sie möglichst viele „mit dem Virus des Gedächtnistrainings infizieren wollte“, sind allerdings ihre Knie: „Nach einer misslungenen Knie-OP hab ich zuhause gehockt und am Rad gedreht. Ich suchte nach Beschäftigung –und fing an, nächtelang Material für Gedächtnistraining auszuknobeln.“ Mittlerweile ist Martina Kleinpeter in den Vorstand des „Bundesverband Gedächtnistraining“ (BVGT) aufgerückt. Sie leitet Trainingskurse für sämtliche Altersgruppen. Zwar sorgen sich vorrangig Ältere um ihre geistige Fitness, aber eigentlich ist es ein Thema, das alle Jahrgänge angeht. Zusammen mit anderen macht das Training am meisten Spaß: „Wer frisch zu unseren Kursen dazukommt, hat erstmal das Gefühl: Das knarzt da oben aber ganz schön! Aber genau so soll es auch sein: Wenn‘s knarzt, ist das ein sicheres Zeichen, dass das Training wirkt.“ Denn das menschliche Gehirn braucht ständig neue Herausforderungen: Aufgaben in Angriff nehmen, mit denen man sich im Alltag normalerweise nicht beschäftigt –so werden im Kopf neue Verknüpfungen hergestellt. Dabei ist eine Kombination aus körperlicher und geistiger Bewegung die perfekte Strategie. „Dass Bewegung gut ist für die grauen Zellen“, bestätigt Martina Kleinpeter, „ist längst bewiesen.“ Ihr Tipp: immer neue Gedankenwege suchen –und nicht vor harten Nüssen zurückschrecken: „Wenn alles leicht gelöst werden kann, dann ist es kein Training!“

Mit Körper und Kopf in Bewegung bleiben von Nicole Weisheit-Zenz

Wer körperlich mobil bleibt, tut auch seinem Kopf viel Gutes: „Körperliche Bewegung und geistige Fitness haben einen signifikanten Zusammenhang“, bestätigt der Entwicklungspsychologe Prof.Dr. Simon Forstmeier. „Bei körperlich aktiven Menschen“, erklärt Simon Forstmeier, „ist die Denk-und Merkfähigkeit besser.“Er bestätigt: Ein körperlich aktiver Lebensstil kann auch das Risiko einer Alzheimer-Demenz um die Hälfte senken: Das haben Forschungen über längere Zeiträume hinweg(Längsschnittstudien genannt) mehrfach gezeigt. Simon Forstmeier ist Professor an der Universität Siegen, die Alterspsychotherapie zählt zu seinen Schwerpunkten. „Auch für die emotionale Gesundheit ist ein körperlichaktiver Lebensstil förderlich“, weiß er. „Diese Menschen haben auch ein niedrigeres Depressionsrisiko.“ Wichtig ist aus seiner Sicht regelmäßige Bewegung: „Empfohlen wird drei Mal pro Woche ca. 30 Minuten.“ Dabei komme es vor allem auf die Durchblutung und Stimulation des Gehirns während der Bewegung an. Die Erfahrung zeige, dass für viele Menschen Bewegung außerhalb von Räumen motivierender sei.

Gesund und fit trotz Sommerhitze von Nicole Weisheit-Zenz

Sommer, Sonne, Stimmungshoch: Wir verraten Tricks und Kniffe, um auch bei hohen Temperaturen fit und gesund zu bleiben. Als Eselsbrücke beginnen alle unsere Alltags-Tipps mit S: Sprudel, Salat, Siesta, Sonnencreme und Strohhut.Das A und O, gerade an heißen Tagen, ist: viel trinken! Zwei Liter Flüssigkeit, wenigstens, werden empfohlen. Damit der Körper nicht rebelliert, sollten sie über den Tag verteilt zu sich genommen werden – rechtzeitig also und nicht erst dann, wenn das Gefühl aufkommt, durstig zu sein. Eine Gedankenstütze ist das Glas Wasser, das auf dem Tisch schon in Sichtweite steht; unterwegs sollte immer eine Trinkflasche dabei sein. Eisgekühltes mag zwar verlockend sein, doch dem Körper macht es zu schaffen. Daher lieber lauwarme Getränke verwenden, egal ob Früchtetee, Mineralwasser, Saftschorlen oder verdünnte Obst-und Gemüsesäfte. Meiden sollte man koffeinhaltige und alkoholische Getränke. Ähnliches gilt für deftiges Essen, das vor allem im Sommer zu schwer im Magen liegt. A propos: mehrere kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, sind am besten verträglich –leichte Kost, wie z.B. Salate, Reis, Nudeln, Wassermelonen und andere Früchte, können ein wahrer Genuss sein. Angenehm ist auch eine Abkühlung – vorausgesetzt, der Temperaturunterschied ist nicht zu extrem. Beim Duschen ist es daher ratsam, lauwarm zu beginnen und, wenn dies gut verträglich ist, das Wasser etwas kälter einzustellen. Auch ein kühlendes Fußbad kann erfrischen; Tücher zum Befeuchten der Haut eignen sich auch gut für unterwegs. Schutz vor starker Sonneneinstrahlung bieten neben Cremes und Sonnenbrillen auch Kappen oder Strohhüte – die empfindliche Kopfhaut wird es danken. Bequem zu tragen ist locker am Körper liegende Kleidung – aus atmungsaktiven, hellen Stoffen und nicht zu eng geschnitten, damit die Luft gut zirkulieren kann. Wer draußen unterwegs ist, sollte besser die frühen Morgen – oder die Abendstunden nutzen. Die Mittagshitze bitte, soweit möglich, meiden und, wie es in Mittelmeerländern üblich ist, lieber Siesta halten.

Ruhige und gleichmäßige Bewegungen, die z.B. das Verteilen unserer Zeitungen mit sich bringen, bringen auch den Kreislauf wieder in Schwung!

Infos für den Zuverdienst zur Rente

Gründe, auch im Ruhestand einem Job nachzugehen, gibt es reichlich. Manchmal geht es um Geld. Aber eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung zeigt, dass beim Zuverdienst im Seniorenalter auch andere Motive eine Rolle spielen: wieder eine Aufgabe haben, in Bewegung bleiben, regelmäßig aus dem Haus kommen –auch das sind häufig genannte Gründe, warum Rentner sich einen Job suchen. Am beliebtesten sind dabei sogenannte Mini-Jobs. Wird der Zuverdienst mit der Rente verrechnet? Solange es beim Mini-Job bleibt: nein. Die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR erreichen Sie als Mini-Jobber nicht –erst nach Überschreiten dieser Grenze würde der Zuverdienst mit der Rente verrechnet. Mini-Jobber sind rentenversicherungspflichtig –auch Rentner? Nur als Frührentner sind Sie rentenversicherungspflichtig. Dann erhöhen zwar Ihre Beiträge die Rente, die Sie später bekommen –allerdings nur minimal, meint „Finanztest“. Darum raten Experten meistdazu, sich in dem Fall von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Das gilt aber nur, wenn Sie Frührentner sind. Falls Sie regulär in Rente gehen und sich danach einen Mini-Job suchen, liegt die Sache anders: Dann sind Sie sowieso versicherungsfrei. Gerade dann kann es sich allerdings lohnen, von der Versicherungsfreiheit zurückzutreten, somit Pflichtbeiträge abzuführen –und auf diese Weise Ihre Altersrente im Folgejahr aufzustocken. Am besten, Sie klären diese Frage im Einzelfall mit Experten, z.B. in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. An wen kann ich mich wenden? Hilfreiche Anlaufstellen können zum Beispiel die örtlichen Lohnsteuerhilfe-Vereine sein oder die Mini-Job-Zentrale (im Internet: www.minijob-zentrale.de). Die Deutsche Rentenversicherung erreichen Sie unter folgender kostenloser Service-Nummer: 0800 1000 4800.

Auch wir helfen Ihnen gerne weiter, wenn Sie für uns tätig werden möchten. Grundsätzlich gilt: Als Rentner können Sie bedenkenlos einen Mini-Job annehmen. Übrigens stellt die Altersgruppe ab 65 mittlerweile sogar den größten Anteil an geringfügig Beschäftigten dar. Aus gutem Grund: Ihre langjährige Erfahrung wird dringend gebraucht!