Ruhestand? Von wegen!

Kreuzworträtsel halten den Kopf fit? Da hat Martina Kleinpeter als zertifizierte Gedächtnistrainierin Zweifel: „Meist wird beim Rätseln nur Altbekanntes abgefragt.“ Wichtiger für die geistige Fitness sei es, immer wieder Neues anzugehen. Gerade Rentner brauchen eine Beschäftigung!

Seit über 30 Jahren beschäftigt sich Martina Kleinpeter damit, wie man das Gehirn am besten in Schwung hält. Mittlerweile ist Martina Kleinpeter in den Vorstand des „Bundesverband Gedächtnistraining“ (BVGT) aufgerückt. Sie leitet Trainingskurse für sämtliche Altersgruppen. Vorrangig sorgen sich ältere Menschen um ihre geistige Fitness:“Viele kommen auf der Suche nach einer Beschäftigung nach dem Berufsleben, bzw. als Rentner, zu uns.“

Zusammen mit anderen macht das Training am meisten Spaß: „Wer frisch zu unseren Kursen dazukommt, hat erstmal das Gefühl: Das knarzt da oben aber ganz schön! Aber genau so soll es auch sein: Wenn‘s knarzt, ist das ein sicheres Zeichen, dass das Training wirkt.“

Das menschliche Gehirn braucht ständig neue Herausforderungen

Rentner und Rentnerinnen sollten täglich kleine Aufgaben in Angriff nehmen und durch nicht alltägliche Beschäftigung neue Verknüpfungen herstellen. Eine Kombination aus körperlicher und geistiger Bewegung ist dabei die perfekte Strategie.

Mit Körper und Kopf in Bewegung bleiben

„Körperliche Bewegung und geistige Fitness haben einen signifikanten Zusammenhang“, bestätigt der Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Simon Forstmeier. Ein körperlich aktiver Lebensstil kann auch das Risiko einer Alzheimer-Demenz um die Hälfte senken. Dies haben Forschungen über längere Zeiträume hinweg mehrfach gezeigt.

Simon Forstmeier ist Professor an der Universität Siegen, die Alterspsychotherapie zählt zu seinen Schwerpunkten. „Auch für die emotionale Gesundheit ist ein körperlich aktiver Lebensstil förderlich“, weiß er. Menschen haben folglich ein niedrigeres Depressionsrisiko, wenn sie nach dem aktiven Berufsleben einer Beschäftigung als Rentner nachgehen. Wichtig ist aus seiner Sicht regelmäßige Bewegung: „Empfohlen wird drei Mal pro Woche ca. 30 Minuten.“ Dabei komme es vor allem auf die Durchblutung und Stimulation des Gehirns während der Bewegung an.

Gesund und fit trotz Sommerhitze

Sommer, Sonne, Stimmungshoch: Wir verraten Tricks und Kniffe, um auch bei hohen Temperaturen fit und gesund zu bleiben. Als Eselsbrücke beginnen alle unsere Alltags-Tipps mit S: Sprudel, Salat, Siesta, Sonnencreme und Strohhut. Das A und O, gerade an heißen Tagen, ist: viel trinken! Zwei Liter Flüssigkeit werden empfohlen. Nehmen Sie diese süber den Tag verteilt zu sich und nicht erst dann, wenn das Gefühl aufkommt, durstig zu sein.

Eine Gedankenstütze ist das Glas Wasser, das auf dem Tisch schon in Sichtweite steht; unterwegs sollte immer eine Trinkflasche dabei sein. Eisgekühltes mag zwar verlockend sein, doch dem Körper macht es zu schaffen. Daher lieber lauwarme Getränke verwenden, egal ob Früchtetee, Mineralwasser, Saftschorlen oder verdünnte Obst-und Gemüsesäfte. Meiden sollte man koffeinhaltige und alkoholische Getränke. Ähnliches gilt für deftiges Essen, das vor allem im Sommer zu schwer im Magen liegt. A propos: mehrere kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, sind am besten verträglich –leichte Kost, wie z.B. Salate, Reis, Nudeln, Wassermelonen und andere Früchte, können ein wahrer Genuss sein.

Angenehm ist auch eine Abkühlung – vorausgesetzt, der Temperaturunterschied ist nicht zu extrem. Beim Duschen ist es daher ratsam, lauwarm zu beginnen un das Wasser erst nach und nach etwas kälter einzustellen. Auch ein kühlendes Fußbad kann erfrischen. Tücher zum Befeuchten der Haut eignen sich auch gut für unterwegs. Schutz vor starker Sonneneinstrahlung bieten neben Cremes und Sonnenbrillen auch Kappen oder Strohhüte – die empfindliche Kopfhaut wird es danken. Bequem zu tragen ist locker am Körper liegende Kleidung – aus atmungsaktiven, hellen Stoffen und nicht zu eng geschnitten, damit die Luft gut zirkulieren kann. Wer draußen unterwegs ist, sollte besser die frühen Morgen – oder die Abendstunden nutzen. Die Mittagshitze bitte so gut wie möglich meiden und lieber Siesta halten.

Ruhige und gleichmäßige Bewegungen, die z.B. das Verteilen unserer Zeitungen mit sich bringen, bringen auch den Kreislauf wieder in Schwung!

Infos für den Zuverdienst zur Rente

Gründe, auch im Ruhestand einem Job nachzugehen, gibt es reichlich. Manchmal geht es um Geld. Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung zeigt, dass beim Zuverdienst im Seniorenalter auch andere Motive eine Rolle spielen: wieder eine Aufgabe haben, in Bewegung bleiben, regelmäßig aus dem Haus kommen –auch das sind häufig genannte Gründe, warum Rentner sich einen Job suchen.

Am beliebtesten sind dabei sogenannte Mini-Jobs. Wird der Zuverdienst mit der Rente verrechnet? Solange es beim Mini-Job bleibt: nein. Die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR erreichen Sie als Mini-Jobber nicht –erst nach Überschreiten dieser Grenze würde der Zuverdienst mit der Rente verrechnet. Nur als Frührentner sind Sie rentenversicherungspflichtig. Experten raten dazu, sich in dem Fall von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

Falls Sie regulär in Rente gehen und sich danach einen Mini-Job suchen, liegt die Sache anders: Dann sind Sie sowieso versicherungsfrei. Gerade dann kann es sich allerdings lohnen, von der Versicherungsfreiheit zurückzutreten, somit Pflichtbeiträge abzuführen –und auf diese Weise Ihre Altersrente im Folgejahr aufzustocken. Am besten, Sie klären diese Frage im Einzelfall mit Experten, z.B. in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. An wen kann ich mich wenden? Hilfreiche Anlaufstellen können zum Beispiel die örtlichen Lohnsteuerhilfe-Vereine sein oder die Mini-Job-Zentrale ( www.minijob-zentrale.de). Die Deutsche Rentenversicherung erreichen Sie unter folgender kostenloser Service-Nummer: 0800 1000 4800.

Auch wir helfen Ihnen gerne weiter, wenn Sie für uns tätig werden möchten. Grundsätzlich gilt: Als Rentner können Sie bedenkenlos einen Mini-Job annehmen. Übrigens stellt die Altersgruppe ab 65 mittlerweile sogar den größten Anteil an geringfügig Beschäftigten dar. Aus gutem Grund:

Ihre langjährige Erfahrung wird dringend gebraucht!

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